Ein Projekt aus der Region der Ostsächsische Sparkasse Dresden

Stolperstein für einen Pirnaer Bürger

Stolperstein für einen Pirnaer Bürger
850 €
100 % Fundingschwelle erreicht
31
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Im kommenden Jahr wollen wir einem Pirnaer Bürger - Karl Emil Heinrich (1892-1941) -, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung eingesperrt, verschleppt und im KZ getötet wurde, mit einem Stolperstein in seiner Heimatstadt gedenken.

Ort Pirna
Kategorie Bildung

Über unser Projekt

Worum geht es in diesem Projekt?

Es geht um einen Stolperstein für den in Pirna geborenen Karl Emil Heinrich, einen der vielen Homosexuellen, die im Nazi-Regime nach dem §175 verurteilt, eingesperrt, verschleppt und ermordet wurden.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Heinrichs Schicksal nachzeichnend, möchten wir an die vielen anderen Menschen erinnern, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität umgebracht wurden oder in viel zu vielen Staaten auch heute noch werden. Der Stolperstein soll eine dauerhafte Möglichkeit bieten, an Heinrich und die vielen Menschen, die ein ähnliches Schicksal mit ihm teilen, zu gedenken.

Die Verlegung des Steines sowie die begleitenden Veranstaltungen richten sich explizit an alle Menschen in Pirna, der Sächsischen Schweiz und Umgebung. Es ist wichtig, sich immer wieder mit Geschichte zu beschäftigen, damit sie nicht in Vergessenheit gerät oder sich gar wiederholt. Das gilt im Besonderen für junge Menschen, die einen vernatwortungsvollen Umgang mit Geschichte erlernen sollten, aber genauso für alle Erwachsenen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt ist unterstützenswert, weil es ein permanentes Zeichen gegen das Vergessen setzt.

Zum einen dürfen wir niemals die Menschen vergessen, die aufgrund ihres vermeintlichen "Andersseins" ausgegrenzt, verfolgt und in vielen Fällen während des NS-Regimes getötet wurden.
Daneben sollen der Stolperstein und die Rahmenveranstaltungen daran erinnern, dass für die Gleichberechtigung von homosexuellen sowie von bisexuellen, inter- und transgeschlechtlichen Menschen noch viel getan werden muss. Wenngleich es den Paragraphen 175 in Deutschand nicht mehr gibt, der die sexuelle Orientierung vieler Menschen unter Strafe gestellt hat, existieren Vorbehalte und Klischees, Diskriminierung ist an der Tagesordnung.

Ein Stolperstein schafft diese Möglichkeit der Erinnerung und Mahnung auf eine nachhaltge Weise.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird in drei Bereiche investiert:

  • Verlegung des Stolpersteins
  • Vortrag und Übernachtungskosten des Künstlers Gunter Demnig
  • Breite Bewerbung beider Veranstaltungen

Wer steht hinter dem Projekt?

Initiatoren des Projektes sind das Begegnungszentrum zur Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, ein Projekt des CSD Pirna e.V., und das Alternative Kultur- und Bildungszentrum, kurz AKuBiZ e.V..

Beide Vereine setzen sich seit vielen Jahren für die Förderung einer vielfältigen Gesellschaft, einen bunten Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge sowie eine bewusste Gedenkkultur ein.

Projektupdates

04.01.19

Die Verlegung des Stolpersteins und die begleitende Veranstaltung haben bereits ein konkretes Datum, den 11. Mai 2019. Wir würden uns freuen, alle Unterstützer_innen an diesem Tag kennenzulernen und persönlich danke sagen zu können.

Tags: §175, Geschichte, Gedenkkultur, Stolperstein, Pirna

Impressum
CSD Pirna e.V.
Christian Hesse
Lange Straße 43
01796 Pirna Deutschland

Hinweis auf Europäische OS-Plattform:

Nach der EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten ist für Verbraucher die Möglichkeit vorgesehen, Streitigkeiten mit Unternehmern im Zusammenhang mit Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen außergerichtlich über eine Online-Plattform (OS-Plattform) beizulegen. Diese Plattform wurde von der EU-Kommission eingerichtet und über den folgenden Link zugänglich gemacht: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (vgl. § 36 VSBG).


Project-ID: 789