ANKÜNDIGUNG WARTUNGSARBEITEN: Am Dienstag, 01.06.2021, finden auf 99 Funken Wartungsarbeiten statt. Die Seite wird daher zwischenzeitlich nicht erreichbar sein! WEITERER HINWEIS: 99 Funken wechselt zum 01.06.2021 den Betreiber. Wichtige Informationen für registrierte Nutzer findest du hier.

Ein Projekt aus der Region Saalesparkasse

Erforschung der "Russenkasernen" in Halle

Erforschung der "Russenkasernen" in Halle
1.820 EUR
91 % Fundingschwelle erreicht
15
Unterstützer
28 Tage
910 EUR

Co-Funding von
Saalesparkasse

Der Zeit-Geschichte(n) Verein erforscht gemeinsam mit der Autorin Simone Trieder die Standorte der Sowjetischen Armee in Halle. Helft uns, neben Archivquellen vor allem Erlebnisse von Zeitzeugen zu sammeln und diese in einem Buch zu verarbeiten.

Ort Halle (Saale)
Kategorie Kunst & Kultur

Über unser Projekt

Worum geht es in diesem Projekt?

Sie waren da, aber es gab kaum Kontakt. Etwa 15 000 „Russen“ lebten in den beiden halleschen Kasernen in der Heide und in Wörmlitz. Bis sie 1991 abgezogen wurden. Manchmal ärgerte man sich zu DDR-Zeiten über die endlosen Militärkolonnen, die die Straßen verstopften. Manchmal roch man den Maiglöckchenduft in der Nähe einer hochtoupierten Offiziersfrau. Oder sah die Mädchen in den Schulkleidern mit weißen Schürzen und den großen Schleifen an den Zöpfen in der Straßenbahn. Doch ein privater Kontakt war von offizieller Seite unerwünscht. Es gab die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, in deren Rahmen reglementierte Besuche ausgewählter Delegationen in der Kaserne zu den hohen Feiertagen stattfanden. Ansonsten war die Russenkaserne eine geheime Stadt in der Stadt, wo man vielleicht im „Magasin“ einkaufen konnte, das sich am Rande oder außerhalb der „geheimen Stadt“ befand. Doch es gab Gerüchte über Gerüchte. Etwa über die Soldaten mit ihren Kindergesichtern unter dem kahlgeschorenen Schädel. Dass sie sehr streng behandelt wurden, verprügelt und, dass sie das manchmal nicht mehr aushielten. Mancher weiß auch von privaten Begegnungen jenseits der staatlich reglementierten zu berichten.
Der Zeit-Geschichte(n) Verein will nicht nur Archivquellen erschließen sondern insbesondere auch Erlebnisberichte und Fotos der Hallenser und der ehemaligen Kasernenbewohner in den heutigen Nachfolgestaaten der Sowjetunion sammeln. Diese Zeitzeugnisse sollen in ein Buch einfließen.
Die Autorin Simone Trieder hat zuletzt im Mitteldeutschen Verlag das Buch „Sinti in der DDR - Alltag einer Minderheit“ verfasst sowie „Unsere russischen Jahre: Die verschleppten Spezialistenfamilien“.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Wir wollen 30 Jahre nach Abzug der Roten Armee aus Halle an die wenigen legalen Begegnungen und vor allem an die Grauzone der illegalen Begegnungen zwischen Soldaten, Offizieren und deren Familienangehörigen und den Bewohnern von Halle und Umgebung erinnern.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Erste Recherchen haben gezeigt, dass eigentlich alle bisher Befragten ein persönliches, meist anekdotenhaftes Erlebnis mit den Bewohnern der Kasernen beisteuern können. Obwohl die Kasernen einen so großen Raum in der Stadt eingenommen haben und in der Erinnerung ihrer Bewohner noch heute einnehmen, gibt es dazu kaum regionale Forschung oder öffentliche Erinnerung daran. Das wollen wir gern ändern.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird benötigt für Recherche, Autorenhonorar, Layout und Druck des Buches.

Wer steht hinter dem Projekt?

Der gemeinnützige Zeit-Geschichte(n) e.V. - Verein für erlebte Geschichte

Was ist die Fundingschwelle?

Wir benötigen für die freiberufliche Autorin Simone Trieder (Bücher u.a. "Sinti in der DDR" + "Unsere russischen Jahre: Die verschleppten Spezialistenfamilien") ein Recherche- und Autorenhonorar. Weitere Spenden fließen in Layout/Druck des Buches.
Impressum
Zeit-Geschichte(n) e.V.
Anne Kupke-Neidhardt
Große Ulrichstraße 51
06108 Halle (Saale) Deutschland

Hinweis auf Europäische OS-Plattform:

Nach der EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten ist für Verbraucher die Möglichkeit vorgesehen, Streitigkeiten mit Unternehmern im Zusammenhang mit Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen außergerichtlich über eine Online-Plattform (OS-Plattform) beizulegen. Diese Plattform wurde von der EU-Kommission eingerichtet und über den folgenden Link zugänglich gemacht: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (vgl. § 36 VSBG).


Project-ID: 1866

Gemeinsam mehr erreichen

Saalesparkasse

Wir verdoppeln jede eurer Unterstützungen für Vereine*. Macht mit und sichert eurem Herzensprojekt den Zuschlag! Jetzt unterstützen.

*(Verdoppelt wird jede Unterstützung ab 5 Euro, bis die Fundingschwelle des jeweiligen Projektes erreicht ist. Maximal 5.000 Euro Co-Funding pro Projekt. Aktion endet am 31.07.2021.)

12.774 € von 25.000 € verteilt