CityConcierge

Startphase

CityConcierge fördert selbstorganisierte Stadtentwicklung durch Transparenz und Informationsfluss. Es vernetzt Bürgerschaft und Verwaltung sowohl real als auch digital. So lernen Bürger*innen und Stadtteil einander besser kennen.

Ort Dresden
Kategorie Stadt- & Regionalentwickung

Über unser Projekt

Worum geht es in diesem Projekt?

Aktueller Hinweis: Abstimmen funktioniert, in dem du uns hier aus der Liste aussuchst und dann "Abstimmen" klickst. Letzte Änderung: 9. Mai 11:00 Uhr (Einleitung)


Kennst du das auch? In deiner Nachbarschaft gibt es eine unbebaute, vielleicht schon verwilderte Fläche und du fragst dich schon lange was hier eigentlich passieren wird. Gerne würdest du mehr wissen, hättest sogar ein paar, für dich ganz spannend klingende Ideen, was du mit der Fläche alles anfangen könntest.
Du weißt aber nicht, wen du fragen könntest, und denkst, du könntest sowieso nicht mitreden. Eines Tages steht ... wie schon so oft erlebt ... ein großes Bauschild an der Fläche und es wird etwas gebaut, mit dem du sehr unzufrieden bist. Du fühlst dich schlecht informiert und irgendwie auch übergangen.

CityConcierge möchte genau hier ansetzen. CityConcierge möchte für bessere Informationsflüsse und mehr Transparenz, Verständnis und Mitwirkung bei Stadtentwicklungsprozessen sorgen, und hilft dabei, deinen Ideen Raum zu geben und dich dabei zu unterstützen, zusammen mit anderen aus deinem Viertel tolle Projektideen für deinen Stadtteil (zunächst Löbtau) auf den Weg zu bringen.

Wie funktioniert CityConcierge?

CityConcierge verknüpft die Akteure auf Augenhöhe miteinander —sowohl bei Bottom-up- als auch bei Top-down-Stadtentwicklungsprozessen.
Mit Hilfe niedrigschwellig zugänglicher Software und geschulter CityConcierges werden sowohl die Bürger*innen als auch die Verwaltungsmitarbeiter*innen ermächtigt, Ideen einzubringen und zu verfolgen, sowie Prozesse zu initiieren, zu pflegen und für jedermensch verständlich darzustellen. Dies ermöglicht größtmögliche Teilhabe in einer partizipativen, gemeinwesenorientierten Gesellschaft.
Jedes Anliegen, das den City Concierge erreicht, ist bis zu dessen Bearbeitung und darüber hinaus durch eine eindeutige Nummer (Ticketsystem) repräsentiert.
Auf der Zukunftsstadt-Projekthomepage https://www.zukunftsstadt-dresden.de/projekte/A17/ befindet sich ein Schaubild, das detailliert das Zusammenspiel zeigt. Ein vereinfachtes Schaubild findet sich in der Galerie auf dieser Seite.

Die wesentliche Projektaktivität ist die intensive Zusammenarbeit von CityConcierges und Softwareentwickler*innen mit der allgemeinen Zivilgesellschaft, der organisierten Zivilgesellschaft und der Verwaltung. In mehreren aufeinanderfolgenden Iterationen, gesteuert durch die Projektleitung, werden die einzelnen dafür vorgesehenen Softwarekomponenten konzipiert, analysiert, umgesetzt, getestet und evaluiert sowie die CityConcierges geschult.

"CityConcierge" soll in diesem Zusammenhang als ein Begriff etabliert werden — Bürger*innen sollen z.B. denken "ich werde das dem CityConcierge mitteilen" oder "ich habe das beim CityConcierge angestoßen", wobei sie sich sowohl auf das System als Ganzes beziehen als auch auf einzelne Menschen, die als Vermittler zwischen den Welten dienen.

Reallabor: Stadtteil Löbtau

Um das technische und soziale System an die Realität anzupassen, werden wir reale Anwendungsfälle hinsichtlich der relevanten Aspekte und Kontexte analysieren.

Die Anwendungsfälle wollen wir zunächst auf einen Stadtteil begrenzen. Hierzu bietet sich der Stadtteil Löbtau an, weil dort, mit Unterbrechungen seit der Wendezeit, eine beispielhaft selbstorganisierte Bürgerschaft aktiv ist: ab 1991 IG Löbtau, seit 2007 Löbtauer Runde und seit 2017 Löbtop e.V. treiben eigenmotiviert und selbstwirksam die Vernetzung und Kommunikation der Kulturakteure, Bürgerschaft und Verwaltung voran. Einige der von CityConcierge geplanten Systemkomponenten und Aktivitäten existieren so oder in ähnlicher Form bereits vor Ort, aber nicht in vernetzter Form, etwa mit der 2014 entstandenen Informations-Website löbtau.org.​

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Das Ziel ist die Stärkung der selbstorganisierten Stadtentwicklung mit dem Globalziel ökologischer Nachhaltigkeit. Das stützen wir durch wirksames technisches und soziales Empowerment, um “Betroffene zu Beteiligten” zu machen. Dabei steht die partizipative, gemeinwesenorientierte Gesellschaft und selbstwirksame Bürgerschaft im Mittelpunkt systematischer und systemischer Vernetzung. Bürger*innen und Verwalter*innen sollen Spaß haben an aktiver Beteiligung, diese als Normalität empfinden und erhöhte Zufriedenheit mit Stadtentwicklung spüren. Nette Menschen und schicke Apps bereichern das Stadtbild.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Unser Projekt erfüllt alle der folgenden Punkte:

  • Neuer / forschender Ansatz: Das Projekt ist nicht dazu da, Lücken in der Daseinsvorsorge zu stopfen oder sowieso-Projekte voranzutreiben, sondern soll eine neue Art der Mitbestimmung austesten.
  • Übertragbarer Ansatz: Das Projekt kann auch in andere Städte übertragen werden, die weniger Konzeptionsarbeit leisten müssen.
  • Funktionierender Ansatz: Das Konzept entstand in einer intensiven Diskussion als Spagat zwischen Stadtplaner*innen, Softwareentwickler*innen und Betroffenen. Diese Transdisziplinarität stellt sicher, dass unser Lösungsansatz logisch und praktikabel ist.
  • Allgemeiner Ansatz: Das CityConcierge-System wird für alle nutzbar sein.

Prüf mal die anderen Projekte auf diese Kriterien!

Wenn du uns unterstützt, fängt die Laufschrift auf dem Bildschirm tatsächlich zu laufen an (und steht nicht, wie im Film, still.)

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Geld werden wir zu zwei Drittel die Personalkosten (CityConcierges, Softwareentwickler*innen, Designer*innen, Management) und zu einem Drittel die Büro- und Betriebskosten finanzieren.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen als Organisationsteam Gudrun, Jonas, Frieder und Felix.

Gudrun Deppe ist Architektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Architektur in Dresden, (HTW Dresden, ab September 2018 TU Dresden) und forscht derzeit zur digitalen Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen.​

Jonas Bechtel ist noch Student der Fachrichtung Elektrotechnik und ist im Umweltverband Grüne Liga (bekannt durch die tu umweltinitiative und die Tour de Natur) aktiv.

Frieder Jacobi ist Informations-Systemtheoretiker und arbeitet an einer Strategie zur bewussten Stadtgestaltung zwischen (Willens-)Freiheit und (Handlungs-)Notwendigkeit. Er verdient sein Geld als Softwareentwickler und erstrebt die Lohnunabhängigkeit.

Der Kultur!ngenieur Felix Liebig ist Kulturforscher und Stadtpädagoge. Der versteht die Stadt als Polis, den Ort der Vielen: Handelsplatz und Verhandlungsplatz. Zur Zeit ist Lego® sein favorisiertes Beteiligungsmedium.

Partner

Löbtob e.V., Felix Liebig

  • Stadtteilarbeit, Moderation, Kommunikation, Vernetzung, Werbekampagnen, Projektberatung
  • Raum für Projektarbeit,Vernetzung mit Bürger*innen und Akteur*innen,
  • Werbung für Projektanliegen,Moderation von Projektanliegen, Beratung zur Projektpraxis,, Mitarbeit eines Vorstandsmitglieds

HTW Dresden, Melanie Humann, Professur für Nachhaltigen Städtebau

  • Stadtentwicklung, Forschung digitale Partizipation in Stadtentwicklungsprozessen
  • Beobachten, Evaluieren, Schlussfolgern, digitale Partizipation

OK-Lab Dresden
Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
Robert Wartenberg

  • Open Data, CivicTech,wirtschaftliche, künstlerische, publizistische, politische, umwelttechnische und selbstverständlich soziale Aspekte, Miteinander

Wir bedanken uns bei den Mitwirkenden des Filmdrehs und bei den Drehorten, BABA Döner (Hauptbahnhof) und dem Rosenwerk (Konglomerat e. V. - das ist unser Träger.)

[Der Film kann nicht nur bei youtube, sondern auch hier angeschaut und runtergeladen werden: http://jbechtel.de/CC/]

Tags: Selbstorganisation, Stadtentwicklung, Digitalisierung, Transparenz, Identifikation

Impressum
Konglomerat e. V.
Fridolin Pflüger
Jagdweg 1-3
01159 Dresden Deutschland

Hinweis auf Europäische OS-Plattform:

Nach der EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten ist für Verbraucher die Möglichkeit vorgesehen, Streitigkeiten mit Unternehmern im Zusammenhang mit Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen außergerichtlich über eine Online-Plattform (OS-Plattform) beizulegen. Diese Plattform wurde von der EU-Kommission eingerichtet und über den folgenden Link zugänglich gemacht: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (vgl. § 36 VSBG).


Project-ID: 565