Stadtteilfonds und -beiräte für nachhaltige und aktive Nachbarschaften

Stadtteilfonds und -beiräte für nachhaltige und aktive Nachbarschaften
Startphase

Erst die engagierten Bewohner*Innen & Initiativen machen unsere Stadtteile lebendig. Wir unterstützen sie dabei und schaffen mit den Stadtteilfonds unbürokratische Finanzierungsquellen für nachhaltige Kleinprojekte in drei Dresdner Pilotstadtteilen.

Ort Dresden
Kategorie Stadt- & Regionalentwickung

Über unser Projekt

Worum geht es in diesem Projekt?

Mit dem Projekt werden in den Dresdner Stadtteilen Gruna, Johannstadt und Pieschen-Süd Stadtteilfonds aufgebaut und erprobt , um Kleinprojekte unbürokratisch fördern zu können. Das Besondere: Über die Verwendung der Mittel entscheiden die Bewohner*innen und Einrichtungen des jeweiligen Stadtteils selbst. Es geht darum, die Selbstorganisation der Nachbarschaft zu fördern und das Engagement von Bewohner*innen und lokalen Einrichtungen zu unterstützen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ziel des Projektes ist es, nachhaltige Stadtteilentwicklung zu fördern und dadurch die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhöhen. Dies soll v.a. auf drei Wegen geschehen:

  • 1. Sollen die Stadtteilfonds Bewohner*innen und lokale Einrichtungen anregen, die Entwicklung ihrer Stadtteile aktiv mitzugestalten. Die Bereitstellung von Mitteln für eine Initiative bedeutet auch Wertschätzung für deren Engagement.
  • 2. Kommt den Beiräten aus Bewohnervertreter*innen, Gewerbetreibenden und Vertreter*innen wichtiger Einrichtungen im Stadtteil eine wichtige Rolle zu. Mit ihrer Arbeit und transparenten Entscheidungen stärken sie den Zusammenhalt und gestalten eine lebendige Demokratie in zunehmend sozial und kulturell gemischten Stadtteilen.
  • 3. Möchten wir die Stadtteilvereine in die Lage versetzen, ihre Arbeit weiter auszubauen und zu verstetigen. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Stadtteilfonds und Stadtteilbeiräte in Gruna, Pieschen und Johannstadt sollen als Basis dienen für eine Ausweitung des Modellprojektes auf alle Dresdner Stadtteile.

Zielgruppe des Projektes sind die Menschen in den teilnehmenden Stadtteilen, darunter:

  • Bewohner*innen in den Stadtteilen Gruna (13.313 EW), Johannstadt Nord und Süd* (18.622 EW) und Pieschen-Süd (11.950 EW) (*Das Soziale-Stadt-Gebiet Nördliche Johannstadt wird ausgenommen, weil für dieses Gebiet im Projektzeitraum bereits ein Verfügungsfonds existiert).
  • Vertreter*innen der in den Stadtteilen tätigen Einrichtungen (z.B. Schulen, Kitas, Weiterbildungs- und Kultureinrichtungen, soziale Träger)
  • Nicht in den Stadtteilen wohnende, aber dort arbeitende Menschen (z.B. Gewerbetreibende, Ladenbesitzer, Freiberufler) und Besucher*innen
  • Unternehmen und Einrichtungen im Umfeld der Pilotstadtteile, die durch das Projekt zu einem größeren finanziellen Engagement im Stadtteil bewegt werden sollen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit Eurer Unterstützung könnt Ihr:

  • vielfältige und nachhaltige Kleinprojekte der Bewohner*innen in den Pilotstadtteilen ermöglichen.
  • Wissen teilen, Nachbarschaften vernetzen, Eigenverantwortung und Teilhabe an Entscheidungsprozessen im Stadtteil fördern, damit Demokratie erlebbar ist
  • Ideen und Fähigkeiten der Stadtteilbewohner*innen sichtbar machen
  • die Arbeit der drei Stadtteilvereine unterstützen und Voraussetzungen schaffen, damit das Pilotprojekt anschließend auf alle Dresdner Stadtteile ausgeweitet werden kann.
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    Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

    In den Pilotstadtteilen Pieschen-Süd, Gruna und Johannstadt außerhalb des Soziale-Stadt-Gebietes fließen 50 Cent pro Jahr und Einwohner direkt in die Stadtteilfonds. Das sind jedes Jahr rund 6.600 EUR für Gruna, rund 9.300 EUR für die Johannstadt außerhalb des Soziale-Stadt-Gebietes und rund 6.000 EUR für Pieschen-Süd. Um diesen Topf, der durch Spenden weiter aufgefüllt werden soll, können sich zukünftig Menschen und Einrichtungen vor Ort mit ihren Projektideen bewerben. Mit dem verbleibenden Budget wird die Arbeit der Stadtteilvereine ermöglicht, die die Verwaltung und Bekanntmachung der Fonds und die Beratung der Antragsteller*innen übernehmen. Sie richten zudem in jedem Stadtteil einen Beirat ein, der zu gleichen Teilen aus Bewohner*innen und Gewerbetreibenden sowie Vertreter*innen lokaler Einrichtungen besteht, über die Mittelvergabe entscheidet und auch als Beteiligungsgremium zu aktuellen Fragen der Stadtteilentwicklung fungiert.

    Wer steht hinter dem Projekt?

    Antragsteller und Projektträger ist der im August 2017 gegründete Stadtteilverein Johannstadt e.V. (www.qm-johannstadt.de/angebote/stadtteilverein-johannstadt). Partner sind der Sigus e.V. als Trägerverein der IG „In Gruna leben“ (www.dresden-gruna.de) und Pro Pieschen e.V. (www.propieschen.de). Unterstützt wird das Projekt vom Quartiersmanagement Nördliche Johannstadt, das den Verfügungsfonds und den Quartiersbeirat im Soziale-Stadt-Gebiet Nördliche Johannstadt betreut, über den in den letzten drei Jahren bereits rund 40 Kleinprojekte ermöglicht wurden (www.qm-johannstadt.de/verfuegungsfonds).

    Tags: Stadtteil, Nachbarschaft, Finanzierung, Engagement, Mitgestaltung

    Impressum
    Stadtteilverein Johannstadt e.V.
    Andrea Schubert
    Florian-Geyer-Straße 34
    01307 Dresden Deutschland

    Telefon: 0163/1744841
    schubert.andrea@email.de

    Hinweis auf Europäische OS-Plattform:

    Nach der EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten ist für Verbraucher die Möglichkeit vorgesehen, Streitigkeiten mit Unternehmern im Zusammenhang mit Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen außergerichtlich über eine Online-Plattform (OS-Plattform) beizulegen. Diese Plattform wurde von der EU-Kommission eingerichtet und über den folgenden Link zugänglich gemacht: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

    Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (vgl. § 36 VSBG).


    Project-ID: 576